Psychosomatische Medizin

Die Psychosomatik befasst sich mit den Wechselbeziehungen zwischen psychischen (seelischen), physischen (körperlichen) und sozialen Vorgängen und ihre Auswirkung auf die Gesundheit, bzw. die Entstehung von Krankheiten.

Während der klassische Weg in der Diagnostik von Erkrankungen vorwiegend den körperlichen Aspekten Aufmerksamkeit schenkt, rückt die psychosomatische Medizin den seelischen Aspekt in den Mittelpunkt.

Schätzungen gehen davon aus, dass wenigstens 20% der von Hausärzten behandelten Erkrankungen eine psychosomatische Mitursache haben. Als Beispiel seien hier die klassischen Konversionssyndrome (unbewußte Konflikte rufen körperlichen Symptome, wie z.B. Oberbauch- oder Kopfschmerzen hervor) oder die Hypochondrie genannt (die Überzeugung an einer Krankheit zu leiden, bzw. krankhaft gesteigertes Interresse an Gesundheit/Krankheit)

Es ist oftmals schwierig, im Praxisalltag psychosomatische Erkrankungen zu identifizieren und von rein organischen Leiden abzugrenzen. Hier sind viele Aspekte wichtig, insbesondere da sowohl ein rein körperliches Leiden negative Auswirkungen auf die Psyche haben kann (z.B. Schmerzkrankheit) als auch umgekehrt (häufig verdrängte) seelische Belastungen körperliche Beschwerden produzieren können (z.B. Magenbeschwerden).

Neben der ausreichenden Kenntnis über den Patienten, die häufig nur ein Hausarzt besitzt (sog. gelebte Anamnese) ist hier die Ausbildung in der sog. psychosomatischen Grundversorgung sehr hilfreich.
Herr von Düring und Dr. Ole Rathje besitzen beide diese Zusatzbezeichnung.