Eigenmessungen bei Bluthochdruck

(arterielle Hypertonie)

Der Bluthochdruck ist ein entscheidener kardiovaskulärer Risikofaktor für die Entstehung von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen der Beine. Aus diesem Grunde ist es besonders wichtig, einen bestehenden Bluthochdruck zu behandeln. Neben allgemeinen Maßnahmen wie salzarmer Ernährung, ausreichender körperlicher Aktivität (z.B. tägliche Spaziergänge über mindestens 30 Minuten) oder Abnehmen (bei Übergewicht) müssen häufig Medikamente, sog. Antihypertonika, eingesetzt werden um den individuellen Zielblutdruck zu erreichen. Um die Wirkung dieser Maßnahmen zu kontrollieren um ggf. Änderungen in der Therapie vornehmen zu können, sind regelmäßige Blutdruckmessungen durch den Patienten wertvoll. Hierbei gibt es jedoch einiges zu beachten:

  • Wenn Sie ein Gerät anschaffen, so lassen Sie sich ausführlich beraten. Bei Geräten die am Oberarm messen ist z.B. die Manschettengröße entscheidend. Auf Speicherung von hunderter Blutdruckwerte kann meist verzichtet werden.
  • Messen Sie anfänglich immer an beiden Armen. Später sollte der Blutdruck dann immer an dem Arm des höheren Blutdruckes kontrolliert werden. Abweichungen bis zu 20mmHg systolisch ("erster Wert") zwischen den Armen sind normal.
  • Messen Sie stets in ruhiger Umgebung und erst nachdem Sie mindestens 3 Minuten gesessen haben.
  • Achten Sie darauf, dass die Blutdruckmanschette (Oberarm oder Handgelenk) auf Herzhöhe gehalten wird.
  • Führen Sie ein Protokollheft (kann von der Praxis ausgehändigt werden) über die Messungen. Tragen Sie dort neben den Blutdruck- und den Pulswerten auch Besonderheiten (Unwohlsein, Erkrankung, 2. Messung etc.) ein.
  • Bringen Sie das Protokollheft stets zu Ihrem nächsten Arztbesuch mit. Haben Sie Bedenken, ob Ihr Gerät "richtig" misst, so bringen Sie auch das Gerät für eine Parallelmessung einmal mit in die Praxis
  • Kontrollieren Sie die Blutdruckwerte in regelmäßigen Abständen, stets zur selben Uhrzeit (vorzugsweise morgens).