15.01.2018

Mikrobiota und Ballaststoffe

Als Mikrobiota (synonym: Darmflora) wird die Gesamtheit der Bakterien bezeichnet, die unseren Darm bewohnen. Auf diesem Feld wird aktuell intensiv geforscht. Interessant sind die Ergebnisse inwieweit wir durch unsere Ernährung Einfluß auf die Darmflora haben und was eine gestörte Darmflora im Körper alles bewirken kann.
Forscher der Uni Nürnberg konnten nun nachweisen, dass eine ballaststoffreiche Ernährung (z.B. Müsli zum Frühstück, viel Gemüse) die Darmflora so verändert, dass Keime im Wachstum gefördert werden, die mehr sogenannte kurzkettige Fettsäuren (u.a. Propionat und Butyrat) bilden. Diese Fettsäuren haben erwiesenermaßen einen positiven Einfluß auf Entzündungsvorgänge im Körper, z.B. bei Rheuma oder auch auf den Knochenstoffwechsel.
Daneben haben Ballaststoffe auch weitere bekannte positive Effekte. So sättigen sie ohne dass eine große Energiemenge in den Körper aufgenommen wird, und sie regulieren die Darmtätigkeit.
Leinsamen oder z.B. Flohsamenschalen stellen also eine gute Nahrungsergänzung insbesondere zum Frühstück dar, gerade auch für Patienten die unter chronisch-entzündlichen Erkrankungen leiden.

05.01.2018

Neue ernährungsmedizinische Erkenntnisse

Eine neue Studie im Lancet (Dehgan et al, Lancet Vol 390 10107, p. 2050-2062) konnte zeigen, dass eine fettarme Ernährung mit einer erhöhten (!) Sterblichkeit infolge Herzinfarkt und Schlaganfall einhergeht. Dieses betrifft ebenso eine kohlenhydratreiche Ernährung (was aber durch ältere Studien schon als gesichert galt). Interessanterweise war die Zusammensetzung der Fette (gesättigt, einfach ungesättigt, mehrfach ungesättigt) nahezu irrelevant für diesen Effekt.
Insofern sollte die Ernährung "low-carb" aber auch durchaus fetthaltig sein. Dabei ist natürlich immer zu beachten, dass eine fettreiche Kost auch mit einer Gewichtszunahme assoziiert ist, die den positiven Effekt dann wieder aufheben könnte. Auch sind Transfettsäuren (gehärtete Fette) weiterhin unbedingt zu vermeiden.

20.12.2017

mangelnde Fitness - ein unterschätztes Risikofaktor - "Sitzen ist das neue Rauchen"

Wer keinen Sport betreibt, hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Herzschwäche. Diese Tatsache ist schon lange bekannt, nur ist der Einfluß des moderaten Ausdauersports auf die Gesundheit nur selten an einer großen Patientenzahl gut untersucht worden.
Fasst man alle bekannten Studien zusammen, und da ist insbesondere die schon 2005 durchgeführte Studie der Cooperklinik in Dallas an über 32.000 Patienten zu nennen, so kann das Risiko des Bewegungsmangels bzw. der mangelnden Fitness in etwa mit dem täglichen Rauchen von 20 Zigaretten (!) verglichen werden. Ein Grund mehr, ein moderates Ausdauertraining durchzuführen um das persönliche Herzinfarktrisiko weiter zu minimieren. Gerne geben wir Ihnen hierzu weitere Informationen.